Zum Saisonende führte es die Eisbären Pillnach nach Bruneck in Südtirol. Beim Dolomiten Cup trafen sich 20 Mannschaften aus sieben Ländern, darunter viele bekannte Teams aus Deutschland. Auch die Partnerclubs des RSC Pillnach aus England, Finnland, Österreich und der Slowakei waren dabei. Eingeteilt in fünf Vorrundengruppen startete das Turnier am Freitag, um sich für die Finalrunde am Sonntag zu qualifizieren.

RSC Pillnach vor der Intercable Arena in Bruneck
Der erste Gegner des RSC Pillnach hatte es gleich in sich. Bisher gelang gegen die Freezers Füssen noch kein Sieg. Dementsprechend startete auch die Partie. Gleich beim ersten Angriff der Allgäuer wurde die Defensive überrumpelt und Füssen ging in Führung. Danach wurde es besser. Die Eisbären stabilisierten sich und forcierten ihre Angriffe. Kurz darauf erzielten sie den Ausgleich und zogen, bis Mitte der Begegnung auf 3:1 davon. Füssen gab sich aber noch nicht geschlagen, setzte alles auf eine Karte und konnte binnen kurzer Zeit die Partie wieder ausgleichen. Die letzten Minuten in diesem Spiel gehörten jedoch den Pillnachern. Sie fuhren Angriff auf Angriff und netzten noch dreimal, zum 6:3 Endstand, ein. Vorrundenspiel Nummer zwei war eine klare Angelegenheit. Die Weissenbacher Porkies konnten zu keiner Zeit mit der schnellen Spielweise der RSC´ler mithalten. Schon nach wenigen Minuten konnten die Eisbären den ersten Treffer erzielen. In der Folgezeit erarbeiteten sie sich viele Chancen konnten aber die Führung nicht weiter ausbauen. Erst ab der letzten Viertelstunde der Partie fielen auch die Tore. am Ende stand ein deutlicher 7:1 Sieg für den RSC Pillnach zu Buche. Das letzte Match in der Vorrunde entschied über den Gruppensieg und damit über die Teilnahme am Halbfinale. Von Anfang an entwickelte sich ein gutes und ausgeglichenes Spiel mit besten Tormöglichkeiten auf beiden Seiten. gegen Mitte der Partie entwickelten die Türlersee Haie etwas mehr Druck auf das RSC-Gehäuse und prompt erzielten sie den Führungstreffer. Danach war das Spiel wieder ausgeglichen und beide Teams hatten mehrfach die Möglichkeit Tore zu erzielen. In den letzten zehn Spielminuten verlagerte der RSC Pillnach die Begegnung immer mehr vor das gegnerische Tor. Die Folge war der 1:1 Ausgleichtreffer der Eisbären, die kurze Zeit später sogar mit 2:1 in Führung gingen. Mit viel Geschick und dem unbedingten Willen als Gruppensieger die Vorrunde zu beenden, brachte der RSC den Vorsprung über die Zeit. Als zweitbestes Team aller fünf Gruppenersten war man damit für das Halbfinale qualifiziert.
Gegen die Widnouer Rokker, eine extrem schnelle und kombinationssichere Mannschaft aus dem Kanton St. Gallen, war nichts zu holen. Die Schweizer waren dem RSC Pillnach in allen Belangen überlegen. die Eisbären konnten sich in der gesamten Partie nur selten aus der eigenen Zone befreien und hatten selbst kaum Torchancen. Die hohe 0:8 Niederlage war schmerzlich aber durchaus verdient für die Haie vom Türlersee. Im Spiel um Platz drei traf man auf das Team UNI München und es entwickelte sich ein äußerst spannendes Match. Die Landeshauptstädter starteten überlegen und schnürten den RSC mehrfach im Verteidigungsdrittel ein. Die Defensive der Pillnacher stand jedoch gut und konnte sich immer wieder befreien. Anfang des zweiten Drittels der Partie gingen die Münchner dann doch mit einem Doppelschlag, mit 0:2 in Führung. Danach wurde das Angriffsspiel des RSC Pillnach zwar besser, sie drängten auch auf den Anschlusstreffer, aber München zog mit einem Konter auf 0:3 davon. Im weiteren Spielverlauf wirkte die Unimannschaft etwas ausgelaugt und die Partie verlagerte sich immer mehr in Richtung Münchner Gehäuse. Die Eisbären erhöhten den Druck und erzielten den Anschlusstreffer zum 1:3. Drei Minuten vor Ende der Begegnung bekam Pillnach, nach einem Foul, einen Penalty zugesprochen. Obwohl dieser nicht verwandelt wurde, steckte der RSC Pillnach nicht auf und erzielte in der vorletzten Spielminute den Anschlusstreffer. Nun wurden alle Register gezogen. Der Torhüter wurde vom Eis genommen, durch einen sechsten Feldspieler ersetzt und alles nach vorne geworfen. Den Eisbären gelang es die Münchner in ihrem Drittel einzuschnüren und auch einige Torchancen zu kreieren. Ein Befreiungsschlag der Uni München, der im verwaisen RSC-Gehäuse landete, setzte allen Bemühungen zum Ausgleich, ein jähes Ende. Mit der 2:4 Niederlage schrammte man knapp an einem Stockerlplatz vorbei. Rang vier beim, mit 20 teils hervorragenden Mannschaften besetzten, Dolomiten Cup 2026 ist dennoch eine starke Leistung des Roll- und Schlittschuh Club Pillnach.

RSC-Team Dolomiten Cup Brunico 2026
Abschlusstabelle
1. SV Schloßberg-Stephanskirchen - GER
2. Widnouer Rokker - SUI
3. UNI München - GER
4. RSC Pillnach - GER
5. Farmer Fivers Werdenfels - GER
6. EHC Waldkirchen Luchse - GER
7. IEHC Wyvern Klagenfurt - AUT
8. EHC Türlersee Haie - SUI
9. HC Edelweiß Peißenberg - GER
10. HC Great Jämsä - FIN
11. Bytos Prievidza - SVK
12. Westminster Statesmen London - ENG
13. Freezers Füssen - GER
14. HC Oacha Dietenheim - ITA
15. EHC Dragons Klagenfurt - AUT
16. Topscorer Füssen - GER
17. Swindon Knights - ENG
18. Nürnberg Hunters - GER
18. Hockey Nerds Lohhof - GER
20. EC Weissenbacher Porkies - AUT
Auszeichnungen
Bester Torhüter: Maximilian Sandbichler - SV Schloßberg
Bester Scorer: Lucas Überreiter - RSC Pillnach

